... und zugleich jedem von uns eine persönliche Frage mit auf den Weg gab: "Wo finde ich Schutz und Geborgenheit bei Gott?"
Der Familiengottesdienst ist immer wieder einer der Höhepunkte unseres Gemeindelebens. Er verbindet Jung und Alt, stärkt die Gemeinschaft und lässt uns unsere Verbindung zu Gott neu erleben.
Ein besonderer Moment war für mich das gemeinsame Singen des Liedes "Wo ein Mensch Vertrauen gibt." Obwohl es ursprünglich aus dem Kinderliederbuch stammt, konnte sich die gesamte Gemeinde darin wiederfinden. Der gemeinsame Gesang wurde so zu einem besonderen Zeichen unserer Gemeinschaft. Gleichzeitig gab uns das Lied einen wichtigen Impuls mit: Du darfst dich hinsetzen und hinhören. Nicht immer müssen wir selbst etwas leisten oder Antworten finden. Manchmal dürfen wir einfach still werden und Gott zuhören.
Auch die Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl griff diesen Gedanken auf. Ein Satz blieb mir dabei besonders gut im Gedächtnis: "Du weißt, was die Gemeinde braucht." Vielleicht fasst er den gesamten Gottesdienst besonders gut zusammen. Gott kennt unsere Bedürfnisse, unsere Fragen und auch das, was uns gerade beschäftigt.
Ein weiterer besonderer Moment war das Bild einer Goldenen Hochzeit. Es erzählte von einem gemeinsamen Lebensweg, von Vertrauen und von der Erfahrung, dass eine Beziehung auch durch schwierige Zeiten trägt. Dabei wurde auch deutlich, dass unser Weg mit Gott nicht immer einfach ist. Es gibt Zeiten, in denen wir mit Gott ringen, Fragen haben oder seine Nähe nicht unmittelbar spüren. Und dennoch dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott uns begleitet. Der Familiengottesdienst hat uns auf vielfältige Weise daran erinnert, wie wertvoll unsere Gemeinschaft ist. Vor allem aber hat er uns gezeigt, dass Gott unserem Leben immer wieder neue Impulse geben kann - wenn wir bereit sind, uns hinzusetzen, hinzuhören und darauf zu vertrauen: Du weißt, was die Gemeinde braucht.
Neuapostolische Kirche